TESTPHASE ERÖFFNET

Reich ist das Vogtland an Spukgeschichten. Eine davon haben wir ausgewählt und im Vogtlandmuseum einen sagenhaften Rätselraum geschaffen.
Die Geschichte „Vom Mühlgötz zu Plauen“ wurde zu einem kindgerechten Escape-Room gestaltet! Ihr begebt euch in ein lebendiges Bilderbuch mit geheimnisvollen Stimmen, Effekten und Geräuschen. Ein Spaß für die ganze Familie. Werdet ihr die kniffligen Aufgaben lösen?

Entdecken Sie unseren neuen Escape-Room vor allen anderen

Nach Rücksprache bieten wir Ihnen kostenlose Testtermine an.
Tauchen Sie ein, rätseln Sie sich durch die Geschichte „Vom Mühlgötz zu Plauen“ –
und helfen Sie uns mit Ihrem Feedback, das Erlebnis weiter zu verfeinern.

Die Plätze sind begrenzt, daher ist eine Anmeldung erforderlich.
Wir freuen uns auf spannende Testgruppen und Ihre Eindrücke!

Anmeldungen unter: 03741 291-2410
oder an der Kasse des Vogtlandmuseums

Wenn Kinderhände Sagen zum Leben erwecken: „Escape Room“ im Vogtlandmuseum

Was geschieht, wenn man den Zorn eines jahrhundertealten Schutzgeistes weckt? Und wie kann man einen magischen Spuk wieder bannen? Diesen Fragen gingen Schülerinnen und Schüler der Montessori-Grundschule in einem außergewöhnlichen Herbstferienprojekt nach: Sie entwickelten und bauten einen „Escape Room“ zum Thema „Mühlen“ und „vogtländische Sagen“, der nun im Vogtlandmuseum für Besucherinnen und Besucher geöffnet wird.

Von der Sage zum Spiel

Inspiriert von der alten vogtländischen Sage vom Mühlgötz zu Plauen entstand ein interaktives Rätselerlebnis. Die Überlieferung erzählt von einem leichtsinnigen Mühlknappen, der die hölzerne Schutzfigur der Oberen Mühle zu Plauen nicht ernst nahm und sie eigenmächtig im Mühlbach „baden“ wollte. Als Strafe entfesselte er einen gewaltigen Spuk: Gegenstände flogen durch die Luft, Menschen tanzten unkontrolliert, und ein Holzknüppel verprügelte den Frevler – bis er den Mühlgötz reumütig an seinen Platz zurückbrachte.
Kulturbürgermeister Tobias Kämpf betont dabei, dass „Wir junge Menschen auf neuen Wegen in unser Museum bringen wollen und die Verbindung von regionalem Kulturerbe und Rätselspaß sich nicht entgegenstehen müssen. Es handelt sich dabei auch nicht um einen herkömmlichen Escape-Room,
sondern um einen gemeinsam mit Schülern, Lehrern und Ehrenamtlern geschaffenen Raum, der somit einen neuen Weg zur Mitgestaltung des Museums ermöglicht hat. Wir verstehen unseren Escape-Room daher als ein pädagogisches Mittel, der schon während der Entstehung die mitwirkenden Kinder begeistert hat und auch mit seiner Eröffnung weiter für diese Begeisterung sorgen wird.“

Wochen voller Kreativität und Tüftelei

Das Projekt war in zwei Phasen gegliedert und startete in den Herbstferien: Zu Beginn wurde in der Montessori-Grundschule gewerkelt, gebaut und getüftelt. Die Kinder entwickelten Rätsel, gestalteten Requisiten und erschufen die Atmosphäre einer alten vogtländischen Mühle. Unterstützt wurden sie dabei vom Sternenlabor e.V., einer Mitmachwerkstatt, die technisches Know-how und moderne Fertigungsmethoden wie 3D-Druck einbrachte.
Im Anschluss wurde der Escape Room im Vogtlandmuseum aufgebaut. Das Ergebnis: ein lebendiges Bilderbuch mit geheimnisvollen Effekten. Hier verbindet sich regionales Kulturerbe mit spielerischem Lernen und modernster Technik – ein Spaß für die ganze Familie und ein Ansatz, der Tradition und Innovation auf einzigartige Weise zusammenführt.

Museumspädagogik neu gedacht

„Dieses Projekt zeigt, wie lebendig Kulturvermittlung sein kann“, betonen die Museumspädagogen des Vogtlandmuseums. „Die Kinder setzen sich intensiv mit vogtländischem Kulturgut auseinander, lernen handwerkliche und technische Fertigkeiten und erleben, wie aus historischen Erzählungen ein modernes Erlebnis wird. Gleichzeitig schaffen sie etwas, das andere Menschen begeistern wird.“
Das Vogtlandmuseum freut sich darauf, den von Kindern für Kinder – und natürlich auch Erwachsene – geschaffenen „Escape Room“ zu präsentieren und lädt alle Interessierten ein, sich auf eine spannende Reise in die Welt der vogtländischen Sagen zu begeben.